Original Haflinger Südtirol
Südtirol

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Der Haflinger - Zucht

Rechtliche Rahmenbedingungen

In Italien untersteht die Pferdezucht dem Landwirtschaftsministerium (Ministero per le Politiche Agricole) und ist damit auf gesamtstaatlicher Ebene einheitlich geregelt.
Zur Ausarbeitung und Durchführung von Maßnahmen bedient sich das Landwirtschaftsministerium verschiedener Zucht – und Sportorganisationen.

Italienische Pferdesportorganisationen

- U.N.I.R.E. (Unione Nazionale Incremento Razze equine) – Italienischer Dachverband für Pferdezucht und Pferdesport
- F.I.S.E. (Federazione Italiana Sport equestri) – Italienischer Pferdesportverband
- C.O.N.I. (Comitato olimpico nazionale Italiano) – Olympisches Komitee Italien
- F.I.T.E.TREC – ANTE – Italienischer Dachverband für Freizeit- und Geländereiten

Italienische Pferdezuchtorganisationen

- U.N.I.R.E. (Unione nazionale Incremento Razze Equine) - Italienischer Dachverband für Pferdezucht und Pferdesport
- A.I.A. (Associazione Italiana Allevatori) – Dachorganisation der Zuchtverbände
- A.N.A. (Associazione nazionale di Razza) - Italienischer Dachverband der Rasseverbände
- A.P.A. (Associazione provinciale Allevatori) – Landeszuchtverbände bzw. Zuchtverbände auf Provinzebene

Rahmenbedingungen für die Haflingerzucht in Italien

Das Herdebuch der Haflingerrasse wird vom Nationalverband der Haflinger Pferdezüchter (A.N.A.C.R.HA.I) geführt. Der Nationalverband ist Mitglied der A.I.A. und richtet sich nach den Vorgaben der A.I. A. und der U.N.I.R.E. Seine Mitglieder sind die Landeszuchtverbände (A.P.A.), denen wiederum die einzelnen Züchter angeschlossen sind. Der Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverband ist eines der 36 Mitglieder des Nationalverbandes der Haflinger Pferdezüchter, seine Mitglieder halten ca. 40% der gesamtstaatlichen Population.

Die Haflingerzucht des Haflingers wird durch die Technischen Normen geregelt; diese Zuchtbestimmungen legen die Zuchtziele und die Voraussetzungen für die Eintragung ins Herdebuch fest.

Das Decken

Decken dürfen ausschließlich gekörte Hengste. Voraussetzung ist dass der Hengst gesund und die Deckstelle über die erforderlichen Genehmigungen verfügt.

Nach dem Decken stellt der Hengsthalter bzw. der Betreiber der Deckstelle den Deckschein aus, der dem Besitzer der Stute ausgehändigt wird.

Die Auswahl des Hengstes für die eigene Stute ist stets eine wichtige Aufgabe für den Züchter, bei der es zahlreiche Kriterien zu berücksichtigen gilt. Der Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverband bietet wertvolle Hilfestellung dabei, nicht zuletzt mit verschiedenen Fachbeiträgen anerkannter Experten für Zucht und Genetik in der Verbandszeitschrift Haflinger Info.

Die Geburtsmeldung

Die Abfohlmeldung (Geburtsmeldung) muss innerhalb von 10 Tagen nach der Geburt des Fohlens bei der zuständigen Herdebuchstelle gemacht werden, mit Angabe von Geburtsdatum, Geschlecht und Namen des Fohlens. Dabei ist zu beachten, dass der Name der Hengstfohlen mit dem Anfangsbuchstaben des Namens beginnt. Entsprechend den Blutlinien sind dies die Buchstaben A, B, M, N, S, St und W (Geschichte). All diese Blutlinien gehen auf den Rassebegründer Folie zurück. Bei den Stutfohlen ist das Geburtsjahr ausschlaggebend; der Name der im Jahr 2008 geborenen Stutfohlen beginnt mit dem Buchstaben O.

Die Fohlenerhebung

Die Fohlenerhebung wird vom Landeszuchtverband organisiert. Der Rasseinspektor des Nationalverbandes nimmt die Identifizierung des Fohlens vor, das dann – sofern es den Zuchtzielen entspricht und keine gravierenden Mängel vorliegen (Technische Normen) – in das Fohlenregister eingetragen wird. Darauf hin erhält das junge Tier den Fohlenbrand am linken Schenkel; gleichzeitig wird es zur Identitätssicherung mit einem Mikrochip versehen. Bei der Fohlenerhebung wird das Fohlen zusammen mit der Mutterstute vorgestellt. Gleichzeitig wird auch der Pferdepass ausgestellt.

Die Stutbucheintragung

Jungstuten können ab dem Mindestalter von 30 Monaten zur Bewertung vorgestellt werden. Dabei stützt sich der Rasseexperte auf das in Italien gängige lineare Bewertungsschema und bewertet die angehende Zuchtstute nach folgenden fünf Kriterien: Typ und Adel, Harmonie, Gliedmaßen und Beinstellung, Schritt, Trab, entsprechend den Vorgaben der Technischen Normen. Dazu werden die Jungstuten im Stand, im Schritt und Trab an der Hand und im Freilauf beurteilt. Mit der Aufnahme ins Stutbuch werden die Jungstuten mit dem Edelweiß-Brand auf der linken Halsseite versehen. Die Stuten werden entsprechend ihrer Bewertung in die verschiedenen Zuchtwertklassen eingeteilt.

ausgezeichnet IA

sehr gut IB

gut plus IIA+

gut IIA

befriedigend IIB

genügend III

Höhepunkt der Stutbucheintragung, die im Frühjahr stattfindet, ist die Reihung der erstklassig bewerteten Stuten und die Siegerehrung.

Die Hengstkörung

Die Bewertung der Junghengste für die Eintragung in das Stammbuch wird Hengstkörung genannt. Seit über 10 Jahren erfolgt in Italien die Körung aller Hengste im Rahmen der Nationalen Haflinger Hengstkörung im Herbst, so dass sämtliche Körungsanwärter unter einheitlichen Bedingungen bewertet und geprüft werden. Auch die Hengste werden erst im Stand, dann im Schritt und Trab vorgestellt. Darüber hinaus erfolgt auch eine Präsentation Hengste im Freilauf, wo die künftigen Hengste ihr Gangvermögen unter Beweis stellen. Die Bewertung erfolgt wie bei den Jungstuten, die geforderte Mindestnote ist die Zuchtwertklasse IIA.

Der Zuchtwert

Der Zuchtwertschätzung in der italienischen Haflingerzucht liegt das Lineare Bewertungssystem zugrunde.
Hierzu verwendet man das BLUP - Animal Model, eine Berechnungsmethode, die ein Höchstmaß an Genauigkeit der Schätzung ermöglicht und somit die Tiere korrekt reiht. Stuten und Hengste werden gleichzeitig bewertet und Informationen hinsichtlich bekannter Verwandter finden Anwendung, wobei die Informationen zu den verschiedenen Tieren aufgrund des Verwandtschaftsgrades gewichtet werden.
Der Gesamtzuchtwertindex (IMT) ist eine Schätzung des tatsächlichen genetischen Wertes eines Tieres bezüglich definierter Merkmale. Er wird jährlich angepasst und bildet die Grundlage für die verschiedenen Maßnahmen der Zuchtverbesserung.
 

Die Nachbewertung

Hengste und Stuten können zur Nachbewertung vorgestellt werden. Ein Züchter, der eine Nachbewertung wünscht, weil nach seinem Dafürhalten eine erhebliche Verbesserung gewisser Eigenschaften des Pferdes erzielt werden konnte, kann eine solche allerdings nur einmalig für das betreffende Pferd beantragen. Jeder Antrag auf Nachbewertung wird für Hengste und Stuten vom Rasseinspektor auf einer eigenen Seite im Pferdepass vermerkt.

Die Gezielte Anpaarung

Mit dem Programm der gezielten Anpaarungen soll die Anpaarung der besten Hengste und Stuten der italienischen Haflingerpopulation gefördert werden. Dieses Programm bietet die Möglichkeit, einerseits die gewünschten Zuchtziele möglichst rasch zu erreichen, und andererseits die Bewahrung seltener Blutlinien zu sichern.

Derzeit umfasst das Programm 500 Stuten und 50 Hengste; die Auswahl erfolgt nach den Vorgaben der Zentralen Zuchtkommission.

 
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